Innenminister Hans-Joachim Grote startete
Landes-Wettbewerb 2018 "Unser Dorf hat Zukunft"

K i e l MT 18.09.2017 – Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote hat die Dörfer im nördlichsten Bundesland dazu aufgerufen, sich am Landes-Wettbewerb 2018 „Unser Dorf hat Zukunft“ zu beteiligen. „Dieser Wettbewerb ist eine Erfolgsgeschichte. Vor mehr als 60 Jahren wurde er unter dem Titel ,Unser Dorf soll schöner werden‘ hier bei uns in Schleswig-Holstein ins Leben gerufen, hier wurde er praktisch erfunden. Wegen der langfristigen positiven Effekte in unseren Gemeinden, wurde er über die Grenzen des Landes bekannt. Mittlerweile ist er schon längst ein bundesweiter Wettbewerb“, betonte der Minister beim offiziellen Start im Landeshaus in Kiel. Alle drei Jahre findet der Wettbewerb statt. Jüngster Gewinner war die MarktTreff-Gemeinde Rantrum in Nordfriesland. Doch die muss nun – so verlangen es die Regeln – zweimal aussetzen.

 

Teilnehmen können alle Gemeinden mit maximal 3.000 Einwohnern. Und davon gibt es in Schleswig-Holstein 967. Die Gewinner-Gemeinde bekommt eine Landesprojektförderung in Höhe von 10.000 Euro, die sie mit 2.500 Euro kofinanzieren muss. Außerdem qualifiziert sie sich automatisch für den Bundes-Wettbewerb, der 2019 ausgetragen wird.


Erstmals wird zusätzlich ein Sonder-Preis der Handwerkskammer Schleswig-Holstein und der IHK Schleswig-Holstein in Höhe von 5.000 Euro vergeben. Mit dieser Summe soll eine Gemeinde ausgezeichnet werden, die sich mit besonderen Aktivitäten um die Gewerbetreibenden und Unternehmen im Dorf bemüht – zum Beispiel durch einen Runden Tisch, um Themen der Wirtschaftsentwicklung gemeinsam anzugehen. „Die Entwicklung des ländlichen Raumes funktioniert überall da besonders gut, wo die Gemeindeebene und die lokale Wirtschaft eng miteinander kooperieren", sagte Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein. „Wir möchten gemeinsam mit der Handwerkskammer Schleswig-Holstein durch den mit 5.000 Euro dotierten Sonder-Preis den Gemeinden unsere Anerkennung aussprechen, die in den Themen ,Zusammenarbeit von Gemeinde und Wirtschaft‘ und ,Kooperation von lokalen Schulen mit ansässiger Wirtschaft‘ besonders vielversprechende Wege gehen.“

 

Ab jetzt im Fokus der Öffentlichkeit: der Landes-Wettbewerb 2018 „Unser Dorf hat Zukunft“, den Hans-Joachim Grote, Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein (Mitte), jetzt startete.

 
Außer eines Landes-Preises gibt es erstmals einen Sonder-Preis von Handwerkskammer Schleswig-Holstein und IHK Schleswig-Holstein, wie deren Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen (2. v. l.) erläuterte. Den Medien zur Verfügung standen außerdem  (v. r. n. l.) Jürgen Blucha (Referatsleiter Ländliche Entwicklung im MILI), Jury-Vorsitzende Helga Klindt, Minister Hans-Joachim Grote und Pressesprecher Tim Radtke.

  Gemeinsames Signal im Landeshaus zum Start des Landes-Wettbewerbs 2018 „Unser Dorf hat Zukunft“: Jury-Vorsitzende Helga Klindt (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins), Minister Hans-Joachim Grote (rechts) und Björn Ipsen (Hauptgeschäftsführer IHK Schleswig-Holstein)

 

Birgit Feddersen und Jürgen Blucha (links) überreichten im Namen der Landes-Jury 2015 die Auszeichnungen für die drei erfolgreichen Gemeinden an Rantrums Bürgermeister Horst Feddersen,
Behlendorfs Bürgermeister Andreas Henschel und St. Annens
Bürgermeister Tjark Schütt (v. l. n. r.).

 

     

Aus Sicht Minister Grotes kommt es gar nicht unbedingt darauf an, den Wettbewerb als Sieger zu beenden. Allein die Teilnahme sei bereits für jeden Ort ein Gewinn: „Unsere Dörfer stehen vor großen Herausforderungen. Demografischer Wandel, Mobilität, Nahversorgung, Digitalisierung, Wohnen, Integration und Bildung, um nur einige von ihnen zu nennen. Jedes Dorf, das an dem Wettbewerb teilnimmt, macht sich damit automatisch auf den Weg in die Zukunft. Denn es macht sich Gedanken darüber, wie die kommenden Jahre und Jahrzehnte gestaltet werden können. Das ist unser Grundgedanke hinter dem Wettbewerb – neue Ideen anstoßen in der Dorf-Gemeinschaft.“

 

Das beste Beispiel, welche positiven Auswirkungen die Teilnahme an dem Wettbewerb haben kann, zeige nach Angaben des Ministers Rantrum, das Siegerdorf von 2015, das seit 2011 einen MarktTreff besitzt. In der nordfriesischen Gemeinde gebe es ein neues Projekt für generations-übergreifendes Wohnen, Ehrenamtliche betrieben das Freibad, die Digitalisierung im Ort sei vorangetrieben worden. „All das wurde auch angestoßen durch die Teilnahme an dem Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘. Das Dorf lebte – die Menschen im Ort entwickelten eine ungeheure Energie“, erklärte Grote.

Das Hauptaugenmerk des Landes-Wettbewerbs 2018 liegt auf folgenden Themenfeldern:

 

• Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen

• Soziale und kulturelle Aktivitäten

• Ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortsbildes

• Innovative Ansätze für Daseinsvorsorge und Infrastruktur

• Interkommunale Kooperationen

 

„Unsere schleswig-holsteinischen Dörfer haben beste Chancen auf eine lebenswerte Zukunft – wenn Bürgerinnen und Bürger und die von ihnen gewählten Gemeindevertretungen mit ihren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern als Ideengeber und Umsetzer entsprechend die Weichen stellen“, stellte Jury-Vorsitzende Helga Klindt von der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins heraus. Wichtig sei zudem, dass sich Bürgerinnen und Bürger noch stärker ihrer Einflussmöglichkeiten bewusst würden, sich vor Ort intensiv mit einbrächten und sich bürgerschaftlich engagierten.

 

Bis zum Freitag, 16. März 2018, können die Teilnahmeanträge eingereicht werden. Im kommenden Sommer wird die Wettbewerbs-Jury die zehn besten Teilnehmer besuchen. Im September 2018 soll dann der Sieger des Landes-Wettbewerbes ausgezeichnet werden. Umfassende Informationen zum Landes-Wettbewerb 2018 „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt es im Internet unter www.schleswig-holstein.de/dorfwettbewerb.