MarktTreff zeigt sich erneut als lernendes Projekt

Erfahrungsaustausch für MarktTreffs, Gemeinden und Amtsverwaltungen in Holzbunge

H o l z b u n g e   MT 21.11.2005 – Umfangreiche Informationen zu neuen MarktTreff-relevanten Themen und der Erfahrungsaustausch zwischen einzelnen Gemeinden und MarktTreffs standen im Mittelpunkt des jüngsten Treffens von rund 40 Vertretern aus bestehenden und zukünftigen MarktTreff-Gemeinden, Amtsverwaltungen und von MarktTreff-Betreibern im Redderhus-Krog in Holzbunge (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Die sehr gute Resonanz zeige, dass MarktTreff tatsächlich ein lernendes Projekt sei, bei dem es keinen Stillstand und ständig neue Ideen gebe, über die sich ein regelmäßiger Austausch lohne, betonte Christina Pfeiffer vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.


Projektmanager Frank Eisoldt von der ews group informierte über aktuelle Entwicklungen, die MarktTreffs Chancen und Vorteile bieten. So besteht die Möglichkeit, dass MarktTreffs sich an den Rahmenvertrag für Stromversorgung ankoppeln können, den die schleswig-holsteinischen Gemeinden mit einem Energieversorgungsunternehmen ausgehandelt haben. Zudem bietet die Post jetzt in einem bundesweiten Pilotprojekt den „Katalog Treff“ an, über den Kataloge zu unterschiedlichen Themenfeldern bestellt werden können. „Schleswig-Holstein zählt zu den drei Regionen, in denen das neue Postangebot getestet werden soll – insbesondere in MarktTreffs“, sagte Frank Eisoldt. Mehrere MarktTreffs haben sich bereits entschieden, an dem Projekt teilzunehmen.

 

   

Zahlreiche Informationen und intensive Diskussionen gab es beim Erfahrungsaustausch in Holzbunge.

 

 

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Schleswig-Holstein kamen zumMarktTreff-

Erfahrungsaustausch.


Das Vorhaben der landesweiten MarktTreff-Partner (zehn Landesverbände und Institutionen), im kommenden Jahr eine Kampagne „MarktTreffs fördern – Regionen stärken“ zu starten, wurde sehr begrüßt. Allerdings solle sich das Bekenntnis zum Projekt auch praktisch auf der lokalen Ebene niederschlagen und die örtlichen Gruppen und ehrenamtlich Tätigen sollten verstärkt unterstützt werden.

Seit gut einem Monat präsentiert der MarktTreff-Medienpartner, der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag sh:z, jeden Freitag in allen seinen Tageszeitungen auf der Seite Horizonte eine MarktTreff-Rubrik. Ingwer Seelhoff von der ews group erläuterte die Chance, die sich dem Projekt und den einzelnen MarktTreffs dadurch bietet. „Der sh:z hat hier für MarktTreffs eine Bühne geschaffen, auf der die Grundidee des Projektes in seinen verschiedenen Facetten kontinuierlich präsentiert werden kann.“

Thomas Grunewald von der BBE Unternehmensberatung stellte als ein potenzielles Betreibermodell für einen MarktTreff die Genossenschaft vor. „Auch wenn dies im ersten Augenblick verstaubt und überholt klingt“, so Grunewald, „ist das Modell doch hochaktuell.“ Die Grundidee sei, den MarktTreff durch breit gestreute Anteile – insbesondere im Dorf – auf vielen Schultern zu tragen. Eine Mustersatzung für eine Konsumsatzung wird den Gemeinden, in denen MarktTreffs bereits bestehen oder geplant werden, jetzt zugeschickt.

Thematisiert und diskutiert wurde die Finanzierung von Ersatzinvestitionen für das Inventar von MarktTreffs. „Wir wollen Sie für diesen wichtigen Bereich sensibilisieren, der schon bei der Planung eines MarktTreffs berücksichtigt werden sollte“, sagte Frank Eisoldt. Christina Pfeiffer stellte in diesem Zusammenhang klar, dass es für die Reinvestitionen keine Förderung geben könne, deshalb „planen Sie rechtzeitig und vorausschauend“.