Interessierte Gemeinden erhielten Informationen aus erster Hand

Fachvorträge zur erfolgreichen Entwicklung von MarktTreffs:

K i r c h b a r k a u MT 02.12.2005 – Das Interesse am Projekt MarktTreff in Schleswig-Holstein wächst. So kamen jetzt über 30 Bürgermeister, Vertreter von Amtsverwaltungen, Gemeinden und Institutionen aus dem nördlichsten Bundesland nach Kirchbarkau (Kreis Plön), um sich über Planungs- und Realisierungsmöglichkeiten für MarktTreffs in Gemeinden von 900 bis 2000 Einwohnern zu informieren. Eingeladen hatten das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR), der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag (SHGT) und die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins (ALR SH).


Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius betonte, dass das Projekt MarktTreff ein wichtiges Element sei, Lebensqualität im ländlichen Raum zu sichern und weiter zu entwickeln. Experten aus dem Planungs-, Projektmanagement- und Wirtschaftsberatungsbereich erläuterten praxisnah im Kirchbarkauer Dorfhaus, wie sich MarktTreffs am besten realisieren lassen, was dabei zu bedenken und zu organisieren ist. Staatssekretär Rabius wies ausdrücklich darauf hin, dass dabei das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort die tragende Säule für jeden MarktTreff sei.

Jörg Bülow, Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, der das Projekt seit Beginn aktiv begleitet, sagte zu, dass der SHGT in seinen Wirkungskreisen für ein solches Engagement werben und offensiv auf die Chancen hinweisen werde, die MarktTreffs böten. So soll das Projekt sowohl auf der Amtsvorstehertagung 2006 als auch auf dem großen, für den Herbst geplanten Gemeindekongress 2006 des SHGT vorgestellt werden.

Die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins will nach Aussage ihres Geschäftsführers Horst Müller ebenfalls das Projekt MarktTreff weiter vorantreiben. Dazu wolle die ALR SH ihre verschiedenen Informationsschienen nutzen und MarktTreffs in die Informationsangebote der Akademie verstärkt einbinden.

Frank Eisoldt vom Projektmanagement stellte Grundvoraussetzungen, Varianten der Grundversorgung, Trägermodelle und Entscheidungswege für einen erfolgreichen MarktTreff vor. Der Geschäftsführer der ews group forderte Gemeinden dazu auf, direkt auf das Projektmanagement oder die Koordinatoren der Ämter für ländliche Räume zuzugehen, um sich vor Ort das Projekt erläutern zu lassen und detaillierte Informationen zu bekommen.

Als erfahrene Projektentwicklerin stellte Eva Müller-Meernach von der „LEG Entwicklung“ die Beispiele Witzwort und Schwabstedt für bereits eröffnete und Brodersby und Mohrkirch für Standorte vor, die zurzeit in Planung sind. Dabei erhielten die Veranstaltungsteilnehmer zahlreiche Hinweise, wie aufgrund der landesweiten Erfahrung bestimmte Fehler verhindert und das Verfahren erleichtert werden können. Unverzichtbar ist der Standort-Grundcheck, den Malte Obal von der BBE Unternehmensberatung erläuterte. Er untersucht, ob eine Gemeinde und der konkrete Standort für einen MarktTreff auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geeignet sind und welches der MarktTreff-Modelle die beste Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung ist.

Gemeindevertreter Reinhold Mieritz aus Todendorf bei Bad Oldesloe – die Gemeinde zählt zu denen in Schleswig-Holstein, die überlegen einen MarktTreff zu etablieren – zog stellvertretend für viele Teilnehmer ein positives Fazit der Veranstaltung: „Wir haben heute viel gelernt und hilfreiche Tipps auf dem Weg zum eigenen MarktTreff bekommen.“



 
Bürgermeister und Gemeindevertreter aus ganz
Schleswig-Holstein kamen nach Kirchbarkau.

  Kirchbarkaus Bürgermeister Franz Schwarten wurde für
NDR 1 interviewt.
     
   
Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius begrüßte
die Tagungsteilnehmer.
   Jörg Bülow erläuterte, wie sich der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag imProjekt engagiert.
     
     
Die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins werde das Projekt weiter aktiv unterstützen, sagt Horst Müller.   Intensiver Austausch: Jörg Bülow, Geschäftsführer
des SHGT (links), und Staatssekretär
Ernst-Wilhelm Rabius.
     
   
Beim Rundgang durch den MarktTreff Kirchbarkau:
Malte Obal (BBE), Eva Müller-Meernach (LEG Entwicklung), Hermann-Josef Thoben (MLUR) und Thomas Loch (Coop Schleswig-Holstein).
  MarktTreff-Betreiber Heinz-Jürgen Harms stellte
Bürgermeistern und Gemeindevertretern seinen Laden vor.