Projekte aus MarktTreff-Gemeinden
auf der Grünen Woche gefragt –
Erneut erfolgreicher Auftritt der Akademie für die
Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins

B e r l i n   MT 03.02.2017 – Gleich vier MarktTreff-Gemeinden waren auf der jüngst zu Ende gegangenen 82. Internationalen Grünen Woche 2017 (IGW) in Berlin dabei. Auf Einladung der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V. (ALR), die erneut vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgewählt und beauftragt worden war, Beispiele für gelungene Projekte und innovative Lösungen aus ländlichen Räumen des nördlichsten Bundeslandes in den Themenfeldern Bildung, Beteiligung und Gemeinschaft zu präsentieren, standen Vertreter aus Probsteierhagen, Großsolt, Kirchbarkau und Hennstedt / Dithmarschen IGW-Besuchern und Fachleuten für Informationsaustausch zur Verfügung.

Flüchtlingsbetreuer-Koordinator Konrad Gromke (Mitte) aus der MarktTreff-Gemeinde Probsteierhagen (Kreis Plön) informierte Besucher der 82. Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Ortskernentwicklung im Fokus (v. l. n. r.): Karsten Beckmann (Bürgermeister Poyenberg / SH), Jörg Bülow (Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag), Olaf Prüß (RegionNord), Christina Pfeiffer (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume), Torsten Sommer (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins), Roland Bender (Ortsbürgermeister Enkirch / Rheinland-Pfalz), Wilfried Surrey (Bürgermeister Großsolt / SH) und Staatssekretärin Dr. Silke Schneider (MELUR, Schleswig-Holstein).


Hermann-Josef Thoben, Vorsitzender der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins, zeigte sich sehr zufrieden, gemeinsam mit dem „Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg“ erneut starke Projekte aus dem nördlichsten und anderen Bundesländern sowie herausragende Beispiele schleswig-holsteinischer Lösungswege vorstellen zu können. Unter dem Motto „Land bewegt!“ in der Halle 4.2 „Lust aufs Land“ gab es so direkt gegenüber der LandSchau-Bühne der Agrarsozialen Gesellschaft viel Wissenswertes rund um die ländliche Entwicklung zu erfahren.

 

So war beispielsweise das Bürgergenossenschafts-Projekt aus dem Barkauer Land / MarktTreff Barkauer Land aus Kirchbarkau (Kreis Plön) durch den Vorstand der Genossenschaft, Frank Jedicke, und Gemeindevertreterin und ehrenamtlich Aktive Britta Schwarten vertreten. Bürgermeister Wilfried Surrey stellte die Ortskernentwicklung rund um den MarktTreff in Großsolt (Kreis Schleswig-Flensburg) vor, der ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuungs-Koordinator Konrad Gromke berichtete über die erfolgreiche Arbeit in der MarktTreff-Gemeinde Probsteierhagen (Kreis Plön) und Otto Beeck erläuterte das Kümmerer-Projekt aus Hennstedt (Kreis Dithmarschen), das im dortigen MarktTreff „Inne Merrn“ beheimatet ist. Zudem präsentierte Anna Lena Ihme die Arbeit des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros Nordfriesland.

 

 
Diskussionsrunde zum Thema Integration von Flüchtlingen in Dörfer (v. l. n. r.): Serpil Midyatli (Schleswig-Holsteinischer Heimatbund), Hermann-Josef Thoben (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins), Nadia Rouhani (Bundesamt für Flüchtlinge und Migration), Moderatorin Heike Götz, Dr. Juliane Rumpf (Agrarsoziale Gesellschaft) und Konrad Gromke (Gemeinde Probsteierhagen / SH).

  Moderatorin Hannah Heinevetter interviewte in der Schleswig-Holstein-Halle Frank Jedicke (Vorstand Bürgergenossenschaft Barkauer Land, rechts) und MarktTreff-Projektmanager Ingwer Seelhoff.

Teilweise waren die Schleswig-Holsteiner in Interview-Runden – moderiert von Heike Götz (NDR) und Petra Schwarz (RBB) – auf der LandSchau-Bühne eingebunden, so zu den Themen „Neue Nachbarn – so gelingt Integration im Dorf!“, „Mit sozialer Dorferneuerung in eine gute Zukunft!“, „Wie Breitband das Dorf verändert!“  und „Jugend in ländlichen Räumen: Ganz nah – und so weit weg!“.

 

Zudem hatte die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins gemeinsam mit dem Forum ländlicher Raum aus Brandenburg zu Expertenrunden eingeladen, die im großen Café-Wagen des Jugendprojektes Circus Ubuntu aus Schleswig-Holstein zusammenkamen. Auch in diese Gespräche waren verschiedene Vertreter der schleswig-holsteinischen Projekte aktiv mit eingebunden. So beschäftigten sich die Teilnehmer ausgiebig mit den Themen „Neue Nachbarn – so gelingt Integration im Dorf“, „Die GAK entwickelt sich weiter – aber wohin? – Der herausfordernde Prozess einer zukunftsfähigen Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz“, „Ortskernentwicklung – von innen zu neuer Stärke“, „ELER Reset – einfache Entbürokratisierung und die Zukunft von LEADER – Der Impuls aus Sachsen und seine Folgen“,  „Wie Breitband das Land verändert“, „So bringen wir ländliche Entwicklung voran – ein Austausch zwischen Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg“ oder „Die Brandenburger Enquete-Kommission: Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – Ein Austausch zwischen Brandenburg und Schleswig-Holstein“.

 

Am „Land bewegt!“-Stand gab es regen Austausch mit anderen Nahversorgungsprojekten aus anderen Bundesländern, wie beispielsweise Brandenburg und Bayern. In der Schleswig-Holstein-Halle hatte MarktTreff Schleswig-Holstein mehrfach die Gelegenheit, das modellhafte Sozial- und Nahversorgungsvorhaben in Gesprächsrunde den Gästen in der stets gut besuchten Halle des „Echten Nordens“ vorzustellen.

 

 
Intensives Gespräch auch nach der Fachrunde: Wolfgang-Günther Ewald (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, links) und Dorf-Kümmerer Otto Beeck aus Hennstedt / Dithmarschen.   

 

  Im Austausch über ländliche Entwicklung (v. l. n. r.): Frank Jedicke (Gemeinde Kirchbarkau / SH), Jürgen Blucha (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein), Torsten Sommer (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins) und Prof. Dr.-Ing. Henning Bombeck (Universität Rostock).

 

 
Dorfladenstandorte unter sich: Prof. Michael Schmidt vom DORV-Laden Seddin (Brandenburg), Dorothea Angel (Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg, Seddin) und Frank Jedicke (Gemeinde Probsteierhagen / SH).

  Fachgespräch im Circus-Wagen über soziale Dorferneuerung (v. l. n. r.): Hermann-Josef Thoben (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins), Britta Schwarten (Gemeinde Kirchbarkau / SH), Otto Beeck (Gemeinde Hennstedt / Dithmarschen) und Hans-Dieter Merker (Bau- und Wohnungsgenossenschaft Fahrenkrug eG)

 
Britta Schwarten und Frank Jedicke von der Bürgergenossenschaft Barkauer Land stellten das Wissen von Standbesuchern mit Fragen zu Schleswig-Holstein und Brandenburg auf die Probe.

  Nahversorgungsexperte Wolfgang Gröll (Mitte) aus Bayern tauschte sich mit den Schleswig-Holsteinern und Brandenburgern über aktuelle Fragen zur Dorfentwicklung aus.
     
Reger Betrieb herrschte stets am Stand der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins und des Forums ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg in der Halle „Lust aufs Land“.

  Experten-Austausch über Ländergrenzen hinweg (v. l. n. r.): Wolfgang Rein (ehemaliger Jugendpaster, Neuruppin), Dr. Harald Hoppe (Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, Brandenburg), Frank Jedicke (Bürgergenossenschaft Barkauer Land), Dr. Klaus Benthin (Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg), Thomas Reimann (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) und Jürgen Blucha (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein).

     
Schleswig-Holstein-Meeting am Akademie-Stand (v. l. n. r.): Wilfried Surrey (Bürgermeister Großsolt), Konrad Gromke (Gemeinde Probsteierhagen) und Björn Schultze (MarktTreff Wester-Ohrstedt).

  Einladung an den Nachbarstand (v. l. n. r.): Ortsbürgermeister Roland Bender (Enkirch / Rheinland-Pfalz) bat auf einen Schoppen Wein aus seiner Moselgemeinde die Schleswig-Holsteiner Wilfried Surrey (Bürgermeister Großsolt), Konrad Gromke (Gemeinde Probsteierhagen) und Hermann-Josef Thoben (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins).

     
Rüdiger Wolff (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein, links), Thorsten Elscher (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein) und Frank Jedicke (Gemeinde Probsteierhagen / SH) im Gespräch über Fragen der ländlichen Entwicklung.

  Internationale Gesprächsrunde (v. l. n. r.): Sylvo Thijsen (Staatsbosbeheer, Niederlande), Bernhard Schierenbeck (SWECO, Niedersachsen), Britta Schwarten (Gemeinde Kirchbarkau / SH) und Otto Beeck (Gemeinde Hennstedt / Dithmarschen).

 
Schleswig-holsteinische Kompetenz in der Halle „Lust aufs Land“ (v. l. n. r.): Britta Schwarten und Frank Jedicke (Gemeinde Kirchbarkau), Jürgen Blucha (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) und Torsten Sommer (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins).

 

 

 


MarktTreff in Sehestedt nimmt jetzt seinen Betrieb auf – zwei MarktTreff-Gemeinden auf der Grünen Woche 2017 präsent

S e h e s t e d t MT - 15.12.2016 - Lange geplant, einzigartige Lage, hochmoderne Architektur: Am Montag, dem 19. Dezember, beginnt in unmittelbarer Nähe zur Sehestedter Kanalfähre ein neues Zeitalter: Was bereits als ein außergewöhnlicher Imbiss mit Charme seit vielen Jahren eine große Fangemeinde hat, steigt nun als multifunktionales Dorfzentrum besonderer Qualität in eine andere Liga auf. Direkt am Nord-Ostsee-Kanal oberhalb des Fähranlegers positioniert, nimmt der MarktTreff Sehestedt Kreis Rendsburg-Eckernförde mit einem „Tag der offenen Tür" von 11 bis 19 Uhr seinen Betrieb auf.

 

Das neue Gebäude vereint nun unter einem Dach die Gastronomie von Wirt Holger Petersen, sowie ausgewählte Lebensmittel für den täglichen Bedarf, regionale Produkte und verschiedene Treffmöglichkeiten für die Dorfgemeinschaft. Der Imbiss bietet seinen vielen „Fans der Currywurst" und anderen Gästen jetzt einen phantastischen Blick durch bodentiefe Scheiben auf die langsam auf dem Nord-Ostsee-Kanal vorbeigleitenden Ozeanschiffe und Jachten. Die Außenanlagen wurden komplett umgestaltet, der MarktTreff selbst über eine neu gebaute Straße verkehrlich anders angebunden. Zudem werden in Sehestedt neue Ansätze der mobilen Nahversorgung erprobt. Mit seinem Konzept und der Umsetzung, sind sich Experten bereits heute sicher, wird der MarktTreff Sehestedt für Dorfbewohner, Touristen und Fachleute der ländlichen Entwicklung gleichermaßen zu einem Magneten werden.

 

 Fast ertiger MarktTreff in Sehestedt

MarktTreff Sehestedt mit Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal

 

Akademie präsentiert herausragende Projekte in Berlin

 

Herausragende Projekte aus Schleswig-Holstein wird die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V. (ALR) erneut auf der 82. Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin vorstellen. Das Bundesministerium

 

für Ernährung und Landwirtschaft hat die ALR zum zweiten Mal in Folge ausgewählt, sich stellvertretend für entsprechende Institutionen in anderen Bundesländern gemeinsam mit dem Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg auf dem Messegelände unter dem Funkturm zu präsentieren. Vom 20. bis 29. Januar 2017 bietet die Akademie daher in der Halle 4.2 „Lust aufs Land" gelungenen Projekten und innovativen Lösungen eine Bühne in den Themenfeldern Bildung, Beteiligung und Gemeinschaft, die beispielgebend für die ländlichen Räume nicht nur im nördlichsten Bundesland sind. Auf dem Messestand werden Akteurinnen und Akteure aus den beiden Bundesländern unter dem Motto „Land bewegt!" Informationen zu verschiedenen Vorhaben geben und für Fachgespräche zur Verfügung stehen.

 

Offizielles Plakat für die IGW 2017

Das offizielle Plakat für die Grüne Woche 2017

 

So wurde die Gemeinde Großsolt aus dem Kreis Schleswig-Flensburg ausgewählt, ihre erfolgreiche Ortskernentwicklung in der Bundeshauptstadt Experten und der allgemeinen Öffentlichkeit vorzustellen. Bürgermeister Wilfried Surrey wird am Eröffnungswochenende die Vorgehensweise und Umsetzung des Konzeptes in Gesprächen erläutern. Die großflächige Gemeinde Großsolt besitzt seit Sommer 2016 erstmals einen tatsächlichen Dorfkern in ihrem Ortsteil Bistoft mit dem MarktTreff, der Feuerwehr-Station, der aus einer ehemaligen Mühle entwickelten „Mühle der Begegnungen", einem kleinen Dorfmuseum und der neu errichteten Tagespflege der Sozialstation im Amt Hürup: dem „Tagestreff an der Mühle".

 

 Innenbereich des MarktTreff Barkauer Land

MarktTreff Barkauer Land mit frischen Ideen der Bürgergenossenschaft

 

Die aktuelle Entwicklung und Veränderungen in einem etablierten MarktTreff-Standort werden Barbara Schröder aus Kirchbarkau (Kreis Plön) und Frank Jedicke, Vorstand der Bürgergenossenschaft Barkauer Land, erläutern. Während der energetischen Sanierung und Suche nach einem neuen Ladenbetreiber für den MarktTreff, hat die Gemeinde vor den Toren Kiels eine besondere Dynamik entwickelt. So wurde eine Bürgergenossenschaft gegründet, die selbst den Betrieb des Ladengeschäftes übernommen hat. Dies ist bereits die dritte genossenschaftliche Gründung im Rahmen von MarktTreff - außer den Standorten Heidgraben und Delve. Der Name der Genossenschaft ist dabei Programm. „Uns war wichtig, auch Nachbargemeinden aus dem Barkauer Land mit einzubinden und Menschen aus der Region für unser Projekt zu gewinnen", sagt Frank Jedicke. „Das ist ebenso gelungen wie der Neustart seit dem 1. Oktober 2016."