Grüne Woche Berlin: Delegationen aus dem
In- und Ausland von MarktTreff beeindruckt

Berlin MT 28.01.2008 - Kaum eine Pause gab es für die Betreuerinnen und Betreuer des MarktTreff-Standes auf der 73. Internationalen Grünen Woche in Berlin, so groß war die Nachfrage in der Halle des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Halle 23 a). Ausführlich ließen sich Fachbesucher, in- und ausländische Delegationen, Prominenz und andere Messebesucher über das erfolgreiche Modell aus Schleswig-Holstein informieren, das als herausragendes Beispiel für die neue Grundversorgung im ländlichen Raum steht.

Beim Forums-Gespräch auf der Bühne der Bundeshalle wurden Systematik und Stärken des MarktTreff-Modells aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Wolfgang Reimer vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMLELV) betonte, dass Schleswig-Holstein mit seiner neuen Art der Grundversorgung ein positives Zeichen für ganz Deutschland gesetzt habe.

 

Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, der gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR) zu der Forumsrunde eingeladen hatte, hob insbesondere die drei tragenden Säulen Kerngeschäft, Dienstleistungen und Treffmöglichkeiten gerade für den ehrenamtlichen Bereich heraus. Zudem gewinne der Gesundheitsbereich beim MarktTreff-Modell immer mehr an Bedeutung. Rainer Mohrmann, stellvertretender Chefredakteur des sh:z, unterstrich, wie wichtig es für sein Verlagshaus sei, die Nähe zu den Menschen und ihren Geschichten zu wahren. Dies sei vor allem im ländlichen Raum eine Herausforderung, der der sh:z als größter Tageszeitungsverlag Schleswig-Holsteins sich erfolgreich auch mit der Gläsernen Redaktion in Witzwort stelle. Der sh:z berichtete in Berlin ebenfalls aus einer Gläsernen Redaktion aus allen Hallen der Messe mit dem Schwerpunkt Schleswig-Holstein. Zahlreiche Besucher trafen sich mit den sh:z-Journalisten auf dem MarktTreff-Stand und schauten dort dabei zu, wie Zeitung live produziert wurde. Jeden Tag gab es zudem die 14 aktuellen sh:z-Regionalzeitungen beim MarktTreff in der Bundeshalle.

 

Die Vielfalt der Angebote ist für Maik Schultze, MarktTreff-Betreiber aus dem nordfriesischen Witzwort, einer der Schlüsselfaktoren für einen MarktTreff. „Und der Betreiber muss auch ein Stück weit ein Entertainer sein, um die Menschen im Dorf für den MarktTreff zu begeistern." Eine Qualität, die Moderatorin Carla Kniestedt vom rbb Maik Schultze sofort bestätigte. Dr. Norbert Langfeldt, Amtsvorsteher des Amtes Preetz-Land, zeigte den konsequenten Weg seiner Region auf, um für die Zukunft bei der Grundversorgung gut aufgestellt zu sein. Entscheidende Voraussetzungen für ihn, um erfolgreich zu sein: systematisches Vorgehen, kontinuierliche Weiterentwicklung und ganz direktes Einbinden der Bevölkerung.

 

Ausführliche Beratung über das MarktTreff-Projekt -
hier durch Landfrau Hannelene Röckendorf.

Jutta Kürtz - Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes, der einer der landesweiten MarktTreff-Partner ist - verwies darauf, dass MarktTreff ohne das Ehrenamt nicht zu dem geworden wäre, was es heute dabei ist. Die Bündelung von Engagement sei ein entscheidender Faktor. Der Heimatbund trage deshalb dazu bei, mit dem Bewusstsein für die Tradition die Zukunft und Heimat zu gestalten. Eine Sichtweise, der auch Helga Klindt, Präsidentin des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein, zustimmte. Sie betonte, dass es gerade die Frauen vor Ort seien, die oft zu treibenden Kräften und Veränderungen initiieren würden. So informierten am MarktTreff-Stand Hannelene Röckendorf, Elke Thoms, Christa Reese und Anne Muhl vom LandFrauenVerein Friedrichstadt über MarktTreff und das ehrenamtliche Engagement.

 

Und Interessierte und Besucher gab es reichlich:
Ob Jungbauern aus Franken und Baden-Württemberg, der Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags, der Agrarausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages, Landesinnenminister Lothar Hay, Delegationen aus der Türkei, Tschechien, den baltischen Staaten, Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg, Planer aus Vorpommern, der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, und sein Vorgänger Otto-Dietrich Steensen, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, Vertreter der coop aus Schleswig-Holstein, die wie Bartels & Langness und die Edeka MarktTreffs beliefern und das Projekt auch in Berlin unterstützten, Journalisten aus Europa, Asien und Afrika - und immer wieder Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Minister Dr. Christian von Boetticher, die MarktTreff als feste Anlaufstation auserkoren hatten.

 

Zahlreiche Bürgermeister holten sich ausführliche Informationen, nachdem Christina Pfeiffer vom MLUR auf dem Zukunftsforum im Internationalen Congress Centrum ICC Berlin einem Fachpublikum das MarktTreff-Modell vorgestellt hatte. Die Fachleute aus Universitäten, Ministerien, Verwaltungen, und Kommunen zeigten sich beeindruckt, was Schleswig-Holstein bei der neuen Grundversorgung im ländlichen Raum bereits realisiert hat.

 

 
Der MarktTreff-Stand fand besondere Beachtung in der Bundeshalle der Grünen Woche.  

Auf der Forumsbühne des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz präsentierte sich MarktTreff mit kompetenten Gesprächspartnern.

Auf die Großleinwand in Halle 23 a wurden die Gespräche live übertragen.

 

 

Wolfgang Reimer vom Bundesministerium betonte die Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins. Jörg Bülow hörte es mit Freude, rechts Moderatorin Carla Kniestedt.

 

Lebhaft schilderte Maik Schultze die Erfolgsfaktoren von MarktTreff.

 

 

Ganz wichtig für Jutta Kürtz (l.): die Verknüpfung von Tradition, Heimat und Zukunft.

 

 
Landfrauen als starke ehrenamtliche Kräfte - auch beim MarktTreff, wie Präsidentin Helga Klindt betonte.     Professionelle Präsentation auf der Forumsbühne.

 

 

Intensiver Austausch: Wolfgang Reimer (BMELV) und Rainer Mohrmann (sh:z, rechts).

 

 

 

  Hat den ländlichen Raum insgesamt im Blick: Schleswig-Holsteins neuer Präsident des Bauernverbandes, Werner Schwarz (3.v.l.) - an der MarktTreff-Kuh mit den Landfrauen Elke Thoms und Hannelene Röckendorf sowie MarktTreff-Betreiber Maik Schultze. (Foto: Eva Dahlmann / sh:z)
 
Stets gefragt: Landfrau Hannelene Röckendorf aus Witzwort.  

Ein Publikumsmagnet: Tischfußball im MarktTreff.

 

 
Online immer aktuellste Informationen über MarktTreff: Kuno Neubauer vom MLUR Schleswig-Holstein zeigt Jörg Bülow, Jutta Kürtz und Helga Klindt wie es geht.

 

 

Auf der Grünen Woche immer ein gefragter Mann - auch am MarktTreff-Stand: Wolfgang Reimer vom Bundesministerium.

 

 

In Berlin präsentiert: Produkte aus der Region um den MarktTreff Witzwort.

 

 

Partner bei MarktTreffs in Schleswig-Holstein: die coop aus Schleswig-Holstein.

 

 
Bartels & Langness beliefert und berät ebenfalls MarktTreffs.   Auch die Edeka betreut Läden in zahlreichen MarktTreffs.

 

Weckte das Interesse der Fachkollegen für das Projekt MarktTreff: Christina Pfeiffer aus dem MLUR beim Zukunftsforum im ICC Berlin.

 

Zum letzten Mal dienstlich auf der Grünen Woche: Hans-Christian Domeyer (mit Ehefrau Silke) vom MLUR, der MarktTreff seit Jahren mit entwickelte und in Kürze in Ruhestand geht. (Foto: Hauke Mormann / sh:z)